Über uns
Manche Geschichten beginnen mit einer großen Idee – unsere eher mit einem Bier. Genauer gesagt mit mehreren, irgendwo zwischen guten Gesprächen und noch besseren Geschichten im Restaurant Mayer’s in Schleiden. Am 16. Mai 2015 wurde aus einer lockeren Runde schließlich ernst: Der Kegelclub „Flachleger“ war geboren. Entstanden ist er aus ein paar Mitgliedern des ehemaligen Junggesellenvereins Schleiden und Freunden, die sich ohnehin schon regelmäßig oder auch mal ganz unregelmäßig über den Weg liefen. Was als gesellige Truppe begann, entwickelte sich schnell zu einer festen Gemeinschaft. Aus ursprünglich 9 Mitgliedern sind mittlerweile 12 geworden, auch wenn sich die Besetzung im Laufe der Zeit immer mal wieder verändert hat.
Seitdem treffen wir uns regelmäßig alle vier Wochen auf der Kegelbahn, und was dort passiert, ist eine Mischung aus sportlichem Ehrgeiz, ehrlicher Freundschaft und einer ordentlichen Portion Chaos. Die Stimmung ist in der Regel ausgelassen und gut, und wer empfindlich auf den ein oder anderen Spruch reagiert, ist bei uns vermutlich falsch aufgehoben. Denn bei uns wird gesagt, was gedacht wird – natürlich nie böse gemeint, aber dafür umso direkter. Frei nach dem kölschen Motto: Et Hätz op der Zung. Genau das macht unsere Abende aus: viel Gelächter, jede Menge Kommentare und eine Dynamik, die sich oft durch den gesamten Abend zieht.
Beim Kegeln selbst zeigt sich dann, wie unterschiedlich wir ticken. Da gibt es die Ehrgeizigen, die jeden Wurf analysieren und sich stetig verbessern wollen, und auf der anderen Seite die, denen das Ergebnis eher zweitrangig ist – Hauptsache, der Abend stimmt. Und genau diese Mischung macht es aus. Es werden regelmäßig neue Spiele ausprobiert, wobei sich schnell zeigt, wer Talent hat und bei wem die Lernkurve eher… sagen wir mal… konstant verläuft.

Natürlich haben sich über die Zeit auch einige Rituale und Insider etabliert und gefühlt kommen bei jedem Kegelabend neue dazu. Wer eine Runde gibt, wird bei uns nicht einfach nur bedankt, sondern lautstark besungen. Unser eigens umgedichtetes Lied sorgt dafür, dass wirklich jeder im Raum mitbekommt, wer gerade großzügig war. Überhaupt ist Großzügigkeit ein gern gesehenes Verhalten, nicht zuletzt, weil das Fässchen Bitburger Pils auf der Bahn quasi zum Inventar gehört.
Auch an „Strafen“ und besonderen Momenten mangelt es nicht. Begriffe wie Pudel, Bimmel oder der berüchtigte Kackstuhl gehören bei uns zum festen Vokabular und sorgen regelmäßig für Lacher – oder Verzweiflung, je nachdem, wen es gerade erwischt. Ein besonderes Highlight ist unser Jahresholz: Jeder Jahresholz-Wurf wird über das Jahr hinweg addiert, und wer am Ende die wenigsten Kegel abgeräumt hat, darf für die ganze Truppe einen Abend organisieren. Grill, Bier und gute Laune inklusive.
Unvergessen bleibt auch so mancher legendärer Moment, wie zum Beispiel bei der Kegelmeisterschaft 2025. Als unser Kegelbruder Jannik nach einem ersten Wurf die gesamte Mitte aus dem Kegelbild rausholte und mit den Worten „Sehet zu und lernet“ zum zweiten, so gut wie unmöglichen Wurf antrat, rechnete eigentlich niemand damit, was dann passierte. Doch tatsächlich räumte er das schwierige Kegelbild komplett ab – unter tosendem Applaus, ungläubigem Staunen und laut schallendem Gelächter. Ein Moment, der definitiv in die Clubgeschichte eingegangen ist.
Neben all dem Spaß steht bei uns vor allem eines im Mittelpunkt: die Gemeinschaft. Wir sind ein reiner Herren-Kegelclub und legen großen Wert darauf, dass neue Mitglieder auch wirklich zu uns passen. Einfach dazukommen ist nicht – wer Interesse hat, wird erst ein paar Mal als Gastkegler eingeladen und dann gemeinsam bewertet. Was man mitbringen sollte? Humor, gerne auch schwarzen, ein dickes Fell und die Fähigkeit, auch mal einen Spruch einzustecken. Vor allem aber sollte man offen und ehrlich sein und definitiv keinen Stock im Arsch haben.
Unser Name „Flachleger“ sorgt dabei immer wieder für den ein oder anderen Lacher. Er ist bewusst so gewählt und vielleicht nicht ganz klassisch für einen Kegelclub, aber genau das passt zu uns. Natürlich geht es in erster Linie darum, die Kegel möglichst flach auf das Holz zu legen. Alles andere überlassen wir gerne der Interpretation 😉
Am Ende sind wir mehr als nur ein Kegelclub. Wir sind eine eingeschworene Truppe, die gemeinsam lacht, kegelt, feiert und auch mal über die Stränge schlägt. Früher ging es nach dem Kegeln nicht selten noch weiter auf Kirmes, Waldfeste oder in die nächste Disco – und auch dort sind einige Geschichten entstanden, die man vielleicht lieber nicht im Detail erzählt. Aber genau das sind die Momente, die uns ausmachen.
Kurz gesagt: Wir treffen uns zwar alle vier Wochen zum Kegeln, aber eigentlich geht es um viel mehr als nur um die Kegel.
